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Masako Ohta
Pianistin, Klang-performerin




CD OHENROSAN – improvisierte Kammermusik

Masako Ohta Piano
Udo Schindler Holz- & Blechblasinstrumente


Zwei der profiliertesten Grenzgänger zwischen Neuer Musik, Avantgarde Musik, Experimenteller Musik, Freien Jazz, nicht nur im lokalen Rahmen,
OHTA & SCHINDLER wollen die erfolgreiche Kooperation mit Neuem auffrischen und auch sich selbst überraschen.

Die Interpretin Masako Ohta ist eine international agierende und renommierte Pianistin der Modernen Klassik, während der Instantcomposing-Musiker Udo Schindler als Multiinstrumentalist zur 1.Liga der internationalen Improvisationsmusikszene zählt.

Eine offene Klangreise der Extraklasse in neue Instrumentenklangwelten.

Hörbeispiel und Bestellung:
http://www.pilgrims-of-sound.com/shop/product/ohenrosan-cd/





Zu CD OHENROSAN schrieb Reinhard Palmer von der Süddeutschen Zeitung
die Linernotes zur zerbrechlichen Musik von OHTA&SCHINDLER:

Der Plan des Werdens, Vergehens und erneuten Hervorgehens, dem Kreislauf der Tages- und Jahreszeiten gleich, ist geradezu ein Kerngedanke der asiatischen Philosophie. Alles fließt, die Zeit, der Raum, die spirituellen Kräfte und Energien. Und der Mensch ist ein Teil dieser unentwegten Bewegung, des kontinuierlichen Aufflammens und Verlöschens, auch des Erschallens und Verklingens.
„Und seitdem es Weltanschauung gibt, hat die Sonderstellung der Musik, so oder anders, metaphysische Ausdeutung erfahren. Esoterische Lehren berichten allerorts, dass die Erscheinung gewisser Ebenen höherer Geisteswirklichkeit in Tönen bestehe“, schrieb der Philosoph Hermann Keyserling in „Werden und Vergehen – Sinnbild der Musik“ nach Erforschung asiatischer Lehren.

Die Wegsuchende – wie der Titel der CD „Ohenrosan“ auf Japanisch besagt – ist eine Pilgerin durch den weiten Raum der Stille. Beide Instrumentalisten tasten sich zunächst behutsam und ohne Vorbehalte ins Nichts hinein, Töne schwellen an und ab, mäandern schleifend, tröpfeln bisweilen nur; Geräusche lauschen, Spuren verwehen im Geahnten. Die Musiker begeben sich auf eine spirituelle Reise, frei von Ehrgeiz und Eitelkeiten, neugierig darauf hörend, was zurückschallt. Beide bewegen sich frei im Klangraum, orientieren sich an Signalen des Mitspielers, lassen sich Freiräume, ohne jemals den Kontakt zueinander zu verlieren. So bleibt jeder in seiner persönlichen Äußerung authentisch, den eigenen Empfindungen folgend.

Ein einfühlsames, leichtfüßiges Interagieren entwickelt sich, ein Wahrnehmen und Sich-Einbringen, ein gegenseitiges Umkreisen, respektvoll, doch ohne Scheu. So bauen sich beide Instrumente langsam zu einem gemeinsamen Klangkörper auf, der sich unentwegt wandelt und selbständig als ein changierendes, bisweilen mystisch anmutendes Gebilde im Raum zu schweben scheint. Das vorbehaltlose Erfahren des Anderen führt zu einer emotionalen Verbindung, in der sich gewisse Ordnungsprinzipien intuitiv einstellen. Dann entstehen Momente ästhetischer Schönheit und Harmonie, die alsbald aber gestört werden müssen, um drohender Sättigung entgegen zu wirken – um auf der Suche dem ewigen Wandel zu folgen. Der Weg zu den „Ebenen höherer Geisteswirklichkeit“ ist endlos. Wir hören die Klänge in weiter Ferne entschwinden.









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